Die Kosteneffizienz in der Entwicklung des deutschen Stromsystems kann gesteigert werden. Mehr als 70 Mrd. Euro könnten eingespart werden, zeigt das EWI mit einem institutseigenen Stromsystemmodell, und nennt konkrete Hebel für Kosteneffizienz.
Mehr als 70 Mrd. Euro könnten bis zum Jahr 2045 im deutschen Stromsystem gegenüber den bestehenden Umbauplänen eingespart werden. Um diese Kosteneffizienz umzusetzen, müsste der Zubau erneuerbarer Energien angepasst werden. Würden stattdessen langfristig mehr steuerbarer Kraftwerke genutzt, würden die Kosten gegenüber bestehen Umbauplänen steigen. im Gegensatz führt langfristig zu höheren Kosten.
Das zeigt das Gutachten „Kosteneffizienz im Stromsystem – Modellbasierte Analyse von Möglichkeiten zur Senkung von Stromsystemkosten“ des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) im Auftrag des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW e.V. Hierfür wurden verschiedene Szenarien und Sensitivitäten definiert, die mit dem EWI-eigenen Stromsystemmodell MELI untersucht wurden.
Höhere Kosteneffizienz durch angepassten EE-Ausbau sowie dezentrale Flexibilität
Die Kosteneffizienz der Stromerzeugung kann deutlich gesteigert werden, insbesondere durch die systemdienlichere Auslegung von EE-Anlagen sowie die Integration dezentraler Flexibilitäten“, sagt Dr. Philip Schnaars, Head of Research Area, der das Gutachten gemeinsam mit Polina Emelianova, Christoph Mehler, Lisa Restel und Erik Schrader erstellt hat.
Ein dauerhaft erhöhter Anteil steuerbarer Kraftwerke und damit verbunden weniger Zubau erneuerbarer Energien würde die Systemkosten gegenüber einem optimierten EE-System um bis zu 12 Mrd. Euro jährlich erhöhen.