Die aktuelle EWI-Analyse konstatiert für den Jahresbeginn 2026 eine angespannte Versorgungslage aufgrund aggregierter Speicherfüllstände von lediglich 61 %. Die koinzidente Kältewelle in den USA und Europa induziert signifikante Preissprünge an den Referenzhandelsplätzen TTF und Henry Hub. Im Rahmen einer Szenarioanalyse (Referenz vs. andauernde Kälteperiode) wird quantifiziert, dass eine bis März persistierende Kälteperiode die Nachfrage um ca. 120 TWh erhöht. Um das Sicherheitsniveau von 10 % zum Ende der Heizperiode zu wahren, ist eine Steigerung der LNG-Terminalauslastung auf 90 % nötig. Die anschließende Wiederbefüllung zur Erreichung des EU-Zielwerts von 90 % würde auch ab April eine kontinuierliche Importauslastung von über 80 % voraussetzen, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die voraussichtlich nötigen LNG-Importmengen sind nur zu circa. 30 % über Langfristverträge gesichert, die restlichen 70 % stehen im direkten preislichen Wettbewerb mit der asiatischen Nachfrage.