Das EWI-Kurzgutachten untersucht, ob Baukostenzuschüsse (BKZ) für erneuerbare Stromerzeuger den Ausbau erneuerbarer Energien räumlich steuern und so Netzausbau-, Redispatch- und damit Systemkosten senken können. Ausgangspunkt ist die fehlende zeitliche und räumliche Kongruenz von Netz- und EE-Ausbau, die zu steigenden Redispatchvolumina und -kosten führt. Anhand der Angebotskurven der EEG-Ausschreibungen zeigt das Gutachten, dass ein erzeugerseitiger BKZ in Höhe von 100 €/kW die Stromgestehungskosten (LCOE) von Standorten mit Netzausbaubedarf erhöht und Zuschläge so zu netzdienlichen Standorten verschieben kann. Die Wirksamkeit des Instruments profitiert vom Referenzertragsmodell (Wind an Land) sowie von der Kostenstruktur und der geringen regionalen Variation der Volllaststunden (Freiflächen-PV). Offen bleiben Detailfragen der Ausgestaltung; eine kalkulierbare BKZ-Höhe und ausreichender Wettbewerb in den EEG-Auktionen sind wesentliche Voraussetzungen, während eine dynamische, stärker regionalisierte Ausgestaltung die Wirksamkeit weiter erhöhen könnte.