Die Analyse untersucht, wie energiebegrenzte Flexibilitäten anhand von Derating-Faktoren in Kapazitätsmechanismen bewertet werden können. Derating-Faktoren machen den Beitrag unterschiedlicher Technologien zur Versorgungssicherheit vergleichbar, indem sie die Nennleistung einer Technologie in eine äquivalente gesicherte Leistung umrechnen. In einem Kapazitätsmechanismus werden Derating-Faktoren auf Auktionsgebote (Preis und Menge) angewendet und sind damit essenziell für die Effektivität und Effizienz des Mechanismus.
Die Analyse definiert und vergleicht vier verschiedene Ansätze zur Bestimmung von Derating-Faktoren: das marginale und durchschnittliche Substitutionsverhältnis zwischen einer Technologie und gesicherter Leistung, sowie den marginalen und durchschnittlichen Leistungsbeitrag einer Technologie in Knappheitssituationen. Am Beispiel von Batteriespeichern wird gezeigt, dass der Derating-Faktor für energiebegrenzte Flexibilitäten bei allen vier Ansätzen mit zunehmender Marktdurchdringung abnimmt, wobei die Höhe der Faktoren teilweise stark voneinander abweicht.
Zudem wird der Einfluss von imperfekter Voraussicht, Regelleistungsbedarfen und Netzrestriktionen auf Derating-Faktoren sowie deren Übertragbarkeit auf Lastflexibilitäten und Anwendung in Kapazitätsmechanismen diskutiert.