Das Gutachten untersucht die Wirkung unterschiedlicher Instrumente auf die Wirtschaftlichkeit und Systemdienlichkeit des Elektrolyseur-Hochlaufs. Auf Seiten der angebotsseitigen Instrumente werden die Definition von grünem Wasserstoff nach den RFNBO-Kriterien, sowie bestehende und potenzielle Maßnahmen im Strommarktdesign, den regulierten Kostenbestandteilen sowie der staatlichen Förderung untersucht. Die Untersuchung schätzt die Auswirkungen auf die Wasserstoffgestehungskosten einerseits und die Wirkung auf die Systemdienlichkeit mit einem Fokus auf das Stromnetz ein. Auf Seiten der nachfrageseitigen Instrumente wird die Wirkung von Instrumenten, die fossile Technologien verteuern ebenso wie Instrumente, die grünen Wasserstoff vergünstigen untersucht. Zentrum dieser Analyse ist die potenzielle Wirkung zur Schließung der nach den angebotsseitigen Instrumenten verbleibenden Kostenlücke.

Die Analyse zeigt, dass bestehende Instrumente systemdienliche Verortung und Betriebsweise unzureichend anreizen. Insbesondere spezielle Instrumente wie die Ausschreibungen nach § 96 WindSeeG und § 13k EnWG („Nutzen-statt-Abregeln“) könnten die Wirtschaftlichkeit und Systemdienlichkeit deutlich erhöhen. Andererseits könnten hierfür ebenfalls allgemeine Instrumente wie ein Gebotszonensplit, das Netzentgeltdesign und Förderregime genutzt werden, solange diese die systemdienliche Wirkung durch regionale und ggf. dynamische Differenzierung berücksichtigen. Komplexe Interdependenzen zwischen den Instrumenten sowie die Dynamik des Markthochlaufs erschweren die Festlegung eines konsistenten Gesamtkonzeptes, was wiederum Investitionsunsicherheiten von Elektrolyseuren verstärkt.