Der Hochlauf der Elektrolysekapazitäten in Deutschland kommt deutlich langsamer voran als ursprünglich angekündigt. Eine Auswertung der EWI-Elektrolysedatenbank zeigt, dass aktuell 181 MW Elektrolyseleistung installiert sind, während weitere 1,3 GW eine finale Investitionsentscheidung erreicht haben oder sich im Bau befinden. Bis Ende 2027 könnten damit rund 1,5 GW in Betrieb sein. Ein Großteil der für 2025 geplanten Projekte verzögert sich jedoch erheblich. Nur ein Viertel der ursprünglich angekündigten Vorhaben wurde bislang fristgerecht realisiert. Zudem sind rund 3 GW geplanter Projekte aus der Datenbank entfallen, da sie abgesagt wurden oder über längere Zeit keine Fortschritte kommuniziert wurden. Ursachen sind unter anderem hohe Wasserstoffgestehungskosten, geringe Zahlungsbereitschaft der Abnehmer sowie regulatorische Unsicherheiten. Hinzu kommt das Henne-Ei-Problem beim parallelen Aufbau von Angebot, Nachfrage und Infrastruktur.