Das Gutachten vergleicht zwei Modellvorschläge der Bundesnetzagentur und des BDEW für die künftige Netzentgeltsystematik Strom, die zum Jahr 2029 reformiert werden soll. Vor dem Hintergrund, dass beide Modelle dieselben übergeordneten Anforderungen adressieren, sich in ihren Schwerpunkten jedoch deutlich unterscheiden, steht die Frage im Fokus, welche impliziten Kriteriengewichtungen den laufenden Verbrauchernetzentgelten zugrunde liegen. Der Vergleich wird dabei entlang von sieben Kriterien strukturiert und konzentriert sich auf vier zentrale Modellunterschiede: statische Komponenten, dynamische Komponenten zum Engpassmanagement, den Umgang mit Kapazitätsüberschreitungen sowie die Einbindung von Niederspannungskunden mit intelligentem Messsystem.
Für die Analyse werden zunächst wissenschaftliche Studien und Stellungnahmen im Kontext des AgNes-Prozesses ausgewertet. Anhand der Erkenntnisse werden dann die Schwerpunkte der beiden betrachteten Modelle für die identifizierten Modellunterschiede herausgearbeitet und eingeordnet.