In diesem Policy Brief analysiert das EWI den Einfluss der geplanten Netzentgeltreform (AgNes) auf die Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseuren in Deutschland vor dem Hintergrund des stockenden Hochlaufs. Stand Frühjahr 2026 haben mehr als 3 Gigawatt der bis 2030 geplanten Elektrolysekapazität, die bis 2027 in Betrieb gehen sollen, noch keine finale Investitionsentscheidung (FID) erreicht.
Die Analyse zeigt, dass die im AgNes-Entwurf vorgeschlagenen Leistungstarife von 4 bis 7 Euro pro Kilowatt und Jahr die Wasserstoffgestehungskosten (LCOH) unter Berücksichtigung aller Tarifelemente um bis zu 6 Prozent erhöhen könnten. Industrietarife hingegen könnten im ungünstigen Fall bis zu 2 Euro je Kilogramm LCOH betragen. Der Policy Brief analysiert zudem, ob eine geplante EU-Änderung die bisherige Befreiung von Elektrolyseuren entfallen lässt, und untersucht Grandfathering-Regelungen für Projekte mit bestehender FID.