Im Rahmen des Wasserstoffmonitors analysiert das EWI im Auftrag des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) den aktuellen Stand des Wasserstoffmarkthochlaufs anhand der heimischen Erzeugungskapazität für erneuerbaren und kohlenstoffarmen Wasserstoff, der Wasserstoffimportkapazität sowie der Wasserstoffverbrauchsprojekte in der energieintensiven Industrie zum Stichtag 31.03.2026.

Die Auswertung der EWI-Elektrolysedatenbank zeigt, dass nur ein kleiner Teil der bis zum Jahr 2030 geplanten Elektrolyseprojekte bisher eine finale Investitionsentscheidung (FID) erreicht hat. Aktuell sind 181 MW Elektrolysekapazität in Betrieb, weitere 1.271 MW haben eine finale Investitionsentscheidung (FID) oder sind bereits im Bau. Diese fortgeschrittenen Projekte könnten bis 2027 in Betrieb gehen und etwa 4,3 TWh grünen Wasserstoff bereitstellen. Zusätzlich sind bis zum Jahr 2030 über 7,2 GW Elektrolysekapazität in Planung, für die noch keine FID kommuniziert wurde.

Aktuell sind 22 pipelinegebundene Importprojekte mit einer Gesamtkapazität von ca. 65 GWh/h angekündigt laut EWI-Importdatenbank. Davon sollen elf Projekte bis 2030 in Betrieb genommen werden, was etwa der Hälfte der pipelinegebundenen Importkapazität entspricht. Nebem den grenzüberschreitende Wasserstoff-Pipelines werden als auch Ammoniak-Terminals und -Cracker und SNG-Terminals in der Datenbank erfasst.

In der EWI-Industriedatenbank werden über 70 Projekte der energieintensiven Industrie erfasst, die die Nutzung von klimafreundlichem (grünem oder blauem) Wasserstoff planen oder bereits durchführen. Es wurden 13 Projekte erfasst, die bereits in Betrieb sind. Dabei handelt es sich größtenteils Forschungs- und Pilotprojekte. Gleichzeitig befindet sich über die Hälfte der erfassten Projekte noch in einem frühen Planungsstadium und weisen keine FID auf.