Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln gGmbH

Team

David Schlund, M.Sc.

David Schlund

ist seit 2019 Research Associate am EWI und Doktorand an der Universität zu Köln. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Modellierung von Energiesystemen, insbesondere mit Fokus auf energieintensiven Industrien. Vor seiner Zeit am EWI studierte David Schlund Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit den Schwerpunkten Energiewirtschaft, Servicemanagement und Digitalisierung. Durch zahlreiche Praxiseinsätze in Wirtschaft und Forschung konnte David Schlund bereits ein breites Verständnis für die Energiewirtschaft aus verschiedenen Perspektiven aufbauen.

 

 

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Lebenslauf

Studien

Auftraggeber: Nord Stream 2 AG

Auswirkungen von Infrastrukturinvestitionen wie der Nord-Stream-2-Pipeline auf den europäischen Gasmarkt

Als Teil (Kapitel 4.3) einer Kurzstudie werden die ökonomischen Effekte der Pipeline Nord Stream 2 mithilfe des europäischen Gasinfrastrukturmodells TIGER untersucht. Die Ergebnisse der Simulation zeigen, dass Nord Stream 2 das Gasangebot in Europa erhöht und somit die Preise für europäische Konsument*innen reduziert. Gleichzeitig wird gezeigt, dass Gastransite durch die Ukraine auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen und dazu beitragen, Europa möglichst kostengünstig mit Gas zu versorgen. Die Kurzstudie wurde in Zusammenarbeit mit Frontier Economics und im Auftrag von Nord Stream 2 AG erstellt.

Auftraggeber: Wirtschaftsvereinigung Metalle e.V.

Analyse der Effekte des Kohleausstiegs auf den Großhandelsstrompreis und weiterer Stromkostenkomponenten von Industrieunternehmen sowie Entwicklung möglicher Ausgleichsmechanismen

Wie wirkt der beschleunigte Kohleausstieg auf den Großhandelsstrompreis – und wie kann man diesen Effekt im Zuge eines Ausgleichsmechanismus abschätzen? Drei konkrete Methoden dazu haben Wissenschaftler des EWI in einem neuen Gutachten im Auftrag der WirtschaftsVereinigung Metalle e.V. entwickelt und beschrieben. Außerdem haben sie analysiert, welche Effekte der vom Kabinett beschlossene Kohleausstieg auch auf die übrigen Stromkostenkomponenten von Industrieunternehmen hat.

Hintergrund ist, dass sowohl im Abschlussbericht der WSB-Kommission als auch im vom Kabinett beschlossenen Kohleausstiegsgesetz ein Ausgleichsmechanismus gefordert wird. Dieses Instrument soll einen Ausgleich für mögliche (Großhandels-)Strompreisanstiege schaffen, die möglicherweise durch den Kohleausstieg auf die stromintensive Industrie zukommen. Inwiefern diese Ausgleichsmaßnahmen notwendig sind, um weiterhin die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu gewährleisten, ist nicht Bestandteil des Gutachtens.

Auftraggeber: Zukunft Erdgas e.V.

Diskussion zukünftiger Herausforderungen von Versorgungssicherheit im Strommarkt 2.0

Es ist fragwürdig, ob das aktuelle Strommarktdesign das heutige Niveau an Versorgungssicherheit künftig noch garantieren kann. Denn der Rückgang der konventionellen Erzeugung, bei gleichzeitigem Ausbau dargebotsabhängiger erneuerbarer Energien, stellt den Markt vor Herausforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) in einer neuen Studie im Auftrag des Zukunft Erdgas e.V. Das EWI diskutiert darin, vor welche Herausforderungen das aktuelle Strommarktdesign zur Gewährleistung der langfristigen Versorgungssicherheit gestellt wird.

Zeitschriften

Beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung – Auswirkungen auf Stromkosten der Industrie und Momentanreserve

Fabian Arnold, Eglantine Künle, David Schlund, Simon Schulte, Philipp Theile, Christian Wagner; 2020
In: VIK Nachrichten 2/2020, 42-45.
[PDF-Download]

Nord Stream 2 und das ukrainische Gastransportsystem: Beide sind wichtig für eine kosteneffiziente Erdgasversorgung

Simon Schulte, David Schlund, Max Schönfisch; 2020
In: et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Vol. 70 (5), 2020, pp. 21-23.

Kohle vs. Gas – Veränderungen der Merit-Order 2018 und 2019

Simon Schulte, Fabian Arnold, David Schlund; 2020
In: et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Vol. 70 (3), 2020, pp. 62-63.

Development and real-world application of a taxonomy for business models in local energy markets

Esther Mengelkamp, David Schlund, Christof Weinhardt; 2019
In: Applied Energy, Volume 256, 15 December 2019, 113913.
[Link]

Policy Briefs

Dr. Simon Schulte, Dominic Lencz, David Schlund; 2020
Der Regulierungsrahmen für Wasserstoffnetze – Eine ökonomische und rechtliche Einordnung vor dem Hintergrund des angestrebten Markthochlaufs
In einem gemeinsamen, interdisziplinären Policy Brief diskutiert ein Team von EWI und EWIR ökonomische und rechtliche Aspekte einer möglichen Regulierung von Wasserstoffnetzen im Lichte des geplanten Markthochlaufs. Die Analyse zeigt, dass es auf die Frage, ob Wasserstoffnetze reguliert werden sollten, keine eindeutige Antwort gibt. Stattdessen würde die Regulierung der Netze einerseits zukünftigem Missbrauch von Marktmacht vorbeugen. Sie könnte aber andererseits auch den Aufbau eines reinen Wasserstoffnetzes durch zusätzliche Regulierungskosten und Ineffizienzen hemmen.
Dr. Simon Schulte, David Schlund; 2020
Hintergrund Nationale Wasserstoffstrategie
Dem Energieträger Wasserstoff wird im Zuge der Energiewende eine besondere Rolle zugesprochen. Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie unterstreicht die Bundesregierung dies. Der EWI Policy Brief zeigt auf, was im Rahmen der Wasserstoffstrategie berücksichtigt werden sollte. Zunächst wird festgestellt, dass ein stockender Ausbau der erneuerbaren Energien und das „Henne-Ei-Problem“ den Aufbau einer rein grünen Wasserstoffwirtschaft hemmen. Technologieoffenheit, die neben grünem auch blauen oder türkisen Wasserstoff nicht ausschließt, ist daher für einen zügigen Markthochlauf bzw. eine hohe Marktdurchdringung mit Wasserstoff von zentraler Bedeutung. Des Weiteren muss auch 2050 noch mehr als die Hälfte des deutschen Endenergiebedarfs durch Importe, insbesondere CO2-neutrale synthetische Gase und Kraftstoffe, gedeckt werden. Daher sollte auch langfristig auf Technologieneutralität gesetzt werden, um eine ökonomisch effiziente Erreichung der Dekarbonisierungsziele zu gewährleisten.

Sonstige Publikationen

Simon Schulte, David Schlund; 2020
EWI Policy Brief: Hintergrund Nationale Wasserstoffstrategie
Dem Energieträger Wasserstoff wird im Zuge der Energiewende eine besondere Rolle zugesprochen. Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie unterstreicht die Bundesregierung dies. Der EWI Policy Brief zeigt auf, was im Rahmen der Wasserstoffstrategie berücksichtigt werden sollte. Zunächst wird festgestellt, dass ein stockender Ausbau der erneuerbaren Energien und das „Henne-Ei-Problem“ den Aufbau einer rein grünen Wasserstoffwirtschaft hemmen. Technologieoffenheit, die neben grünem auch blauen oder türkisen Wasserstoff nicht ausschließt, ist daher für einen zügigen Markthochlauf bzw. eine hohe Marktdurchdringung mit Wasserstoff von zentraler Bedeutung. Des Weiteren muss auch 2050 noch mehr als die Hälfte des deutschen Endenergiebedarfs durch Importe, insbesondere CO2-neutrale synthetische Gase und Kraftstoffe, gedeckt werden. Daher sollte auch langfristig auf Technologieneutralität gesetzt werden, um eine ökonomisch effiziente Erreichung der Dekarbonisierungsziele zu gewährleisten.
Simon Schulte, Fabian Arnold, David Schlund; 2020
EWI Merit-Order Tool 2020
Das EWI Merit-Order Tool ermöglicht die Bestimmung und grafische Repräsentation der mittleren Merit-Order des konventionellen Kraftwerksparks 2019. Jedem Kraftwerksblock wird eine Erzeugungstechnologie und mithilfe zusätzlicher Quellen ein elektrischer Wirkungsgrad zugeordnet. Um die durchschnittliche Merit-Order des konventionellen Kraftwerksparks 2019 abzubilden, werden Standardannahmen für die weiteren Parameter (Brennstoffpreis, Emissionszertifikatspreis, Transportkosten, sonstige variable Kosten, Nicht-Verfügbarkeiten und Emissionsfaktoren) festgelegt. Nutzer*innen können die der Merit-Order zugrundeliegenden Annahmen variieren, um den Effekt veränderter Brennstoffpreise, Kraftwerksstilllegungen/-zubauten oder anderer Annahmen auf die Merit-Order zu analysieren und visualisieren.
Simon Schulte, Fabian Arnold, David Schlund; 2019
EWI Merit-Order Tool 2019
Das EWI Merit-Order Tool ermöglicht die Bestimmung und grafische Repräsentation der mittleren Merit-Order des konventionellen Kraftwerksparks 2018. Jedem Kraftwerksblock wird eine Erzeugungstechnologie und mithilfe zusätzlicher Quellen ein elektrischer Wirkungsgrad zugeordnet. Um die durchschnittliche Merit-Order des konventionellen Kraftwerksparks 2018 abzubilden, werden Standardannahmen für die weiteren Parameter (Brennstoffpreis, Emissionszertifikatspreis, Transportkosten, sonstige variable Kosten, Nicht-Verfügbarkeiten und Emissionsfaktoren) festgelegt. Nutzer*innen können die der Merit-Order zugrundeliegenden Annahmen variieren, um den Effekt veränderter Brennstoffpreise, Kraftwerksstilllegungen/-zubauten oder anderer Annahmen auf die Merit-Order zu analysieren und visualisieren.

Beratungsprojekte

Modellentwicklung und Berechnung von Szenarien eines Wasserstoff-Versorgungssystems für das Get H2-Nukleus Projekt
Diskussion zukünftiger Herausforderungen von Versorgungssicherheit im Strommarkt 2.0