Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln gGmbH

Team

Dominic Lencz, M.Sc.

Dominic Lencz

ist seit 2017 Research Associate am EWI und Doktorand an der Universität zu Köln. In Beratungsprojekten für Auftraggeber aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor untersuchte er beispielsweise Szenarien für eine marktwirtschaftliche Klima- und Ressourcenschutzpolitik 2050 im Gebäudesektor. Er beriet u. a. die dena, Open Grid Europe und die RheinEnergie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Modellierung der Sektorenkopplung und Gasmärkte. Vor seiner Tätigkeit am EWI studierte Dominic Lencz Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität Karlstad (Schweden).

 

 

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Lebenslauf

Studien

Auftraggeber: Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln e. V.

Not in my Backyard – Auswirkungen einer Verfehlung des Ausbauziels für Erneuerbare Energien im Kohleausstiegsszenario

Das EWI hat in einer neuen Studie den schleppenden Ausbau der Windenergie an Land im Kontext des deutschen Kohleausstiegs untersucht. In der Analyse kommt das EWI zu folgenden zentralen Ergebnissen: Der fehlende Windstrom wird überwiegend durch den Einsatz von Gas-und-Dampf-Kraftwerken sowie durch Stromimporte kompensiert. In der Folge wird das sektorale Klimaziel der Energiewirtschaft im Jahr 2030 nicht erreicht. Im Falle eines reduzierten Zubaus der Windenergie kommt es auf der einen Seite zu einem zusätzlichen Anstieg der Großhandelsstrompreise. Auf der anderen Seite sinkt die EEG-Umlage im Szenario mit einen schleppenden Ausbau der Windenergie stärker. Die Studie wurde im Auftrag der Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln e. V. durchgeführt.

Auftraggeber: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE)

Auswirkungen einer Beendigung der Kohleverstromung bis 2038 auf den Strommarkt, CO2-Emissionen und ausgewählte Industrien

Das EWI untersuchte im Auftrag des MWIDE NRW die Auswirkungen eines Kohleausstiegs bis 2038. Hierfür wurden mithilfe des europäischen Strommarktmodells DIMENSION+ die Entwicklungen eines Referenzszenarios mit denen des Kohleausstiegsszenarios verglichen. Aufbauend auf dieser Analyse und weiterführenden Recherchen erfolgte ein internationaler Vergleich der Strompreise für ausgewählte stromintensive Industrien.

In der Analyse kommt das EWI zu folgenden zentralen Ergebnissen: Der empfohlene Ausstiegspfad ermöglicht es, das Klimaziel 2030 für den Energiesektor auch bei moderat steigender Stromnachfrage zu erreichen. Im Referenzszenario hingegen wird dieses Ziel deutlich verfehlt. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist im Kohleausstiegszenario bis 2025 allerdings ein ambitionierter Zubau von Spitzenlastkraftwerken notwendig. Die Strompreise steigen in beiden Szenarien deutlich an. Der Kohleausstieg führt zu einem zusätzlichen moderaten Strompreisanstieg. Für die betrachteten deutschen Industrieunternehmen nehmen die Strompreise im Vergleich zum Ausland in beiden Szenarien verhältnismäßig stark zu. Beihilfezahlungen zur Kompensation indirekter CO2-Kosten (sog. Strompreiskompensation) können den Anstieg begrenzen.

Auftraggeber: ewi ER&S

Studienvergleich Sektorenkopplung

Im April 2018 veröffentlichte ewi ER&S die Studie „Kosteneffiziente Umsetzung der Sektorenkopplung“ im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Juni 2018 erschien die „dena-Leitstudie Integrierte Energiewende“ mit ewi ER&S als Hauptgutachter. Beide Untersuchungen analysieren sektorübergreifende Strategien zur mittel- und langfristigen Erreichung der Klimaziele. Im Rahmen des „Studienvergleich Sektorenkopplung“ werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Studiendesign transparent aufgezeigt sowie die daraus resultierenden Ergebnisunterschiede detailliert dargestellt.

Auftraggeber: Deutsche Energie-Agentur (dena)

dena-Leitstudie Integrierte Energiewende

Die dena-Leitstudie Integrierte Energiewende entwickelt und vergleicht für das Energiesystem in Deutschland Transformationspfade zur Erreichung der klimapolitischen Ziele bis 2050. Sie verfolgt einen innovativen, sektorenübergreifenden Szenarioansatz. Zugleich baut sie auf dem Branchenwissen von über 60 Studienpartnern aus allen relevanten Sektoren und dem kontinuierlichen Austausch mit wesentlichen Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft auf. Ziel ist es, Impulse für die Gestaltung des Energiesystems bis 2050 zu geben. ewi ER&S ist wissenschaftlicher Hauptgutachter der dena-Leitstudie. Zentrale Erkenntnisse der Studie: Deutschland kann seine Treibhausgasminderungsziele von 80 Prozent und auch 95 Prozent bis 2050 mit erhöhten Anstrengungen in allen Sektoren erreichen. Dazu müssen der Ausbau und die Integration erneuerbarer Energien forciert, der Endenergieverbrauchs durch umfassende Energieeffizienzanstrengungen gesenkt und synthetische erneuerbare Energieträger in großem Umfang eingesetzt werden. Ein breiter Technologie- und Energieträgermix ermöglicht dabei eine kostengünstigere und robustere Transformation des Energiesystems, als ein verstärktes Setzen auf strombasierte Anwendungen.

Auftraggeber: Gelsenwasser, Open Grid Europe und RheinEnergie

Energiemarkt 2030 und 2050 – Der Beitrag von Gas- und Wärmeinfrastruktur zu einer effizienten CO2-Minderung

Die Studie untersucht, welchen Beitrag bestehende Gas- und Wärmenetze zu einer effizienten THG-Minderung bis 2030 und 2050 leisten können. Dazu quantifiziert die Studie anhand eines Gesamtenergiesystemmodells zwei mögliche Szenarien für eine THG-Minderung entsprechend der deutschen Klimaziele bis 2030 und 2050. Im Szenario Revolution wird ordnungsrechtlich eine forcierte Elektrifizierung der Endenergieverbrauchssektoren vorgeschrieben, sodass Gas- und Wärmenetze zunehmend an Bedeutung verlieren. Trotz umfangreicher Elektrifizierung handelt es sich dabei nicht um ein „all-electric“-Szenario, entwickelt sich aber deutlich in diese Richtung. Im Szenario Evolution gibt es keine ordnungsrechtlichen Vorgaben hinsichtlich bestimmter Technologien, sodass bestehende Gas- und Wärmenetze weiter genutzt werden können, sofern es wirtschaftlich ist. Der Fokus der Untersuchung ist der Strom- und Wärmemarkt.

Auftraggeber: Deutsche Energie-Agentur (dena), Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea)

Gebäudestudie – Szenarien für eine marktwirtschaftliche Klima- und Ressourcenschutzpolitik 2050 im Gebäudesektor

Die geea Gebäudestudie, initiiert von den Mitgliedern der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea), liefert eine ökonomische Analyse des Gebäudesektors. Es wird untersucht, wie die Transformation des Gebäudesektors durch ein Zusammenspiel aus Gebäudehülle, Anlagentechnik und der Umstellung der Energieerzeugung hin zu einer Zielerreichung von 80% bzw. 95% Treibhausgasminderung gelingen kann. Die Studie wurde im Kontext der dena-Leitstude Integrierte Energiewende entwickelt. ewi ER&S ist ökonomischer Hauptgutachter der Studie in Zusammenarbeit mit FIW und ITG als technische Gutachter.

Auftraggeber: Deutsche Energie-Agentur (dena)

dena-Leitstudie Integrierte Energiewende – Zwischenfazit

Entsprechend der Zielsetzung der deutschen Energie- und Klimapolitik sollen die Emissionen von Treibhausgasen bis 2050 gegenüber 1990 um 80 bis 95 Prozent sinken. Dieses Ziel beruht auf den Beschlüssen der Pariser Klimakonferenz, nach denen die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, besser auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat deshalb im Februar 2017 mit über 50 Partnern aus verschiedenen Branchen die dena-Leitstudie Integrierte Energiewende initiiert. Die Studie ist in die vier Studienmodule „Energieerzeugung und -verteilung“, „Gebäude“, „Industrie“ und „Mobilität“ aufgeteilt. Dabei werden die zur Deckung der Energiebedarfe notwendigen Infrastrukturen – Strom-, Gas- und Wärmenetze sowie die Infrastrukturen für flüssige Energieträger – über die Modulgrenzen hinweg gemeinsam betrachtet. Das Ziel der Leitstudie ist, Lösungen und Rahmenbedingungen für ein optimiertes, nachhaltiges Energiesystem bis 2050 zu identifizieren und realistische Gestaltungsmöglichkeiten in vier Sektoren mit zahlreichen Unterbranchen zu analysieren. ewi ER&S ist wissenschaftlicher Hauptgutachter der dena-Leitstudie.

Working Paper

Pricing short-term gas transmission capacity: A theoretical approach to understand the diverse effects of the multiplier system

Eren Çam, Dominic Lencz
August 2020
[PDF-Download]

Zeitschriften

Der Beitrag der Gasinfrastruktur für eine effiziente CO2-Vermeidung

Harald Hecking, Martin Hintermayer, Dominic Lencz; 2018
In: gwf Gas + Energie, Vol. 159, (4) 2018, pp. 42-46.
[Link]

Gas- und Wärmeinfrastruktur ermöglichen flexible Erreichung der Klimaziele

Harald Hecking, Martin Hintermayer, Dominic Lencz; 2018
In: et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Vol. 68 (3), pp. 14-16.

Policy Briefs

Dr. Simon Schulte, Dominic Lencz, David Schlund; 2020
Der Regulierungsrahmen für Wasserstoffnetze – Eine ökonomische und rechtliche Einordnung vor dem Hintergrund des angestrebten Markthochlaufs
In einem gemeinsamen, interdisziplinären Policy Brief diskutiert ein Team von EWI und EWIR ökonomische und rechtliche Aspekte einer möglichen Regulierung von Wasserstoffnetzen im Lichte des geplanten Markthochlaufs. Die Analyse zeigt, dass es auf die Frage, ob Wasserstoffnetze reguliert werden sollten, keine eindeutige Antwort gibt. Stattdessen würde die Regulierung der Netze einerseits zukünftigem Missbrauch von Marktmacht vorbeugen. Sie könnte aber andererseits auch den Aufbau eines reinen Wasserstoffnetzes durch zusätzliche Regulierungskosten und Ineffizienzen hemmen.

Sonstige Publikationen

Fabian Arnold, Eren Çam, Dominic Lencz, Simon Schulte, Artem Stopnevich et al.; 2020
Data Documentation Erdgas-BRidGE – Input data for modeling the power, building, and gas sector
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Beratungsprojekte

Unterstützung bei der Überprüfung der Unternehmensstrategie eines energiehandelnden Unternehmens

Forschungsprojekte