Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln gGmbH

Team

Dr. Johannes Wagner

Dr. Johannes Wagner

ist seit 2013 am EWI, zunächst als Research Associate und seit 2018 als Manager. Sein Aufgabenbereich umfasst die Akquise, Leitung und Durchführung von Projekten für Auftraggeber aus dem öffentlichen Sektor und der Industrie. In Anwendungsforschungs- und Beratungsprojekten für Auftraggeber aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor beschäftigt er sich mit den deutschen und europäischen Strommärkten sowie schwerpunktmäßig mit den Themengebieten Dezentralisierung, Digitalisierung und Stromnetze. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Transfer neuer wissenschaftlicher Methoden in die Praxis. Er beriet u. a. das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und verschiedene Industrieunternehmen. Weiterhin war er zweimal zur Internationalen Energie-Agentur (IEA) nach Paris abgeordnet und ist Autor des Medium-Term Coal Market Reports 2015 und 2016. Johannes Wagner promovierte 2018 am EWI mit einer Arbeit zum Thema „Essays on Renewable Energy in Liberalized Electricity Markets“. Vor seiner Zeit am EWI studierte er Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Darmstadt und an der Universidad Politécnica de Madrid.

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Lebenslauf

Studien

Eigene Veröffentlichung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (dena)

Impuls zur aktuellen klimapolitischen Debatte: Einschätzungen auf Basis der dena-Leitstudie Integrierte Energiewende

Gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) hat das EWI die Entwicklungen in der Stromerzeugung und den Endverbrauchssektoren Gebäude, Industrie und Verkehr seit Veröffentlichung der „dena-Leitstudie Integrierte Energiewende“ untersucht. In der Analyse werden die Veränderungen zwischen 2015, dem Basisjahr der dena-Leitstudie, und heute mit den Transformationspfaden und Modellergebnissen im Jahr 2030 verglichen. Die Zahlen des EWI zeigen: Die in der dena-Leitstudie angenommenen Verbrauchsrückgänge in den Sektoren zeichnen sich nicht ab. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien deutet sich vor allem bei der Windenergie ein deutlicher Rückgang an. Die Kennzahlen zeigen, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen nicht die richtigen Anreize für eine schnelle und sektorübergreifende Reduzierung der Treibhausgasemissionen setzen. Aufbauend auf der quantitativen Analyse werden umfangreiche Handlungsempfehlungen von der dena erarbeitet, damit Deutschland das selbstgesteckte Klimaziel 2030 noch erreichen kann.

Auftraggeber: Gelsenwasser, Open Grid Europe und RheinEnergie

Energiemarkt 2030 und 2050 – Der Beitrag von Gas- und Wärmeinfrastruktur zu einer effizienten CO2-Minderung

Die Studie untersucht, welchen Beitrag bestehende Gas- und Wärmenetze zu einer effizienten THG-Minderung bis 2030 und 2050 leisten können. Dazu quantifiziert die Studie anhand eines Gesamtenergiesystemmodells zwei mögliche Szenarien für eine THG-Minderung entsprechend der deutschen Klimaziele bis 2030 und 2050. Im Szenario Revolution wird ordnungsrechtlich eine forcierte Elektrifizierung der Endenergieverbrauchssektoren vorgeschrieben, sodass Gas- und Wärmenetze zunehmend an Bedeutung verlieren. Trotz umfangreicher Elektrifizierung handelt es sich dabei nicht um ein „all-electric“-Szenario, entwickelt sich aber deutlich in diese Richtung. Im Szenario Evolution gibt es keine ordnungsrechtlichen Vorgaben hinsichtlich bestimmter Technologien, sodass bestehende Gas- und Wärmenetze weiter genutzt werden können, sofern es wirtschaftlich ist. Der Fokus der Untersuchung ist der Strom- und Wärmemarkt.

Auftraggeber: Deutsche Energie-Agentur (dena)

dena-Leitstudie Integrierte Energiewende – Zwischenfazit

Entsprechend der Zielsetzung der deutschen Energie- und Klimapolitik sollen die Emissionen von Treibhausgasen bis 2050 gegenüber 1990 um 80 bis 95 Prozent sinken. Dieses Ziel beruht auf den Beschlüssen der Pariser Klimakonferenz, nach denen die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, besser auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat deshalb im Februar 2017 mit über 50 Partnern aus verschiedenen Branchen die dena-Leitstudie Integrierte Energiewende initiiert. Die Studie ist in die vier Studienmodule „Energieerzeugung und -verteilung“, „Gebäude“, „Industrie“ und „Mobilität“ aufgeteilt. Dabei werden die zur Deckung der Energiebedarfe notwendigen Infrastrukturen – Strom-, Gas- und Wärmenetze sowie die Infrastrukturen für flüssige Energieträger – über die Modulgrenzen hinweg gemeinsam betrachtet. Das Ziel der Leitstudie ist, Lösungen und Rahmenbedingungen für ein optimiertes, nachhaltiges Energiesystem bis 2050 zu identifizieren und realistische Gestaltungsmöglichkeiten in vier Sektoren mit zahlreichen Unterbranchen zu analysieren. ewi ER&S ist wissenschaftlicher Hauptgutachter der dena-Leitstudie.

Auftraggeber: Internationale Energieagentur

Medium-Term Coal Market Report 2016

Auftraggeber: Bundesverband Braunkohle

Auswirkungen von deutschen CO2-Vermeidungszielen im europäischen Strommarkt

Endbericht des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).

Auftraggeber: Internationale Energieagentur

Medium-term Coal Market Report 2015

Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Kooperationspartner: GWS, Prognos

Gesamtwirtschaftliche Effekte der Energiewende

Den Kern der Studie bildet eine modellgestützte Analyse der gesamtwirtschaftlichen Effekte der Energiewende. Für die Modellrechnungen wurde Energiewende-Szenario definiert, das mit einer kontrafaktischen Entwicklung (ohne Energiewende) verglichen wurde.

Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Kooperationspartner: GWS, Prognos

Entwicklung der Energiemärkte – Energiereferenzprognose

Die Studie ‚Entwicklung der Energiemärkte – Energiereferenzprognose‘ untersucht innerhalb eines konsistenten gesamtwirtschaftlichen Rahmens die Entwicklung der Energiemärkte in Deutschland bis zum Jahr 2030. Im Trendszenario wird die Entwicklung bis zum Jahr 2050 fortgeschrieben. Ergänzend zeigt ein Zielszenario, was erforderlich wäre, um die von der Bundesregierung im Energiekonzept definierten Ziele zu erreichen. Die damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen werden analysiert.

Auftraggeber: Auftraggebergemeinschaft Wintershall/Statoil

Potenziale von Erdgas als CO2-Vermeidungsoption

Die Auftraggeber-Gemeinschaft Wintershall / Statoil hat das EWI beauftragt, aus ökonomischer Sicht die Potentiale von Erdgas als Vermeidungsoption für Kohlenstoffdioxid (CO2) in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr (PKW) zu untersuchen. Ein besonderes Augenmerk der Studie liegt auf dem Vorliegen negativer CO2-Vermeidungskosten, d.h. dem Zusammenfallen von ökologischem und ökonomischem Rational. Während in den Bereichen Wärme und Verkehr die CO2-Vermeidungskostenkurven und zugehörigen Technologiemixe in der aktuellen Situation (2015) betrachtet wurden, wurden für den Stromsektor zusätzlich Analysen für die Jahre 2020 und 2030 durchgeführt. Ein Resultat der Studie ist, dass Erdgas in den untersuchten Sektoren unter bestimmten Bedingungen die kostengünstigste Vermeidungsoption darstellt.

Working Paper

Optimal Allocation of Variable Renewable Energy Considering Contributions to Security of Supply

Jakob Peter, Johannes Wagner
August 2018
[PDF-Download]

Distributed Generation in Unbundled Electricity Markets

Johannes Wagner
Juni 2018
[PDF-Download]

Grid Investment and Support Schemes for Renewable Electricity Generation

Johannes Wagner
Oktober 2016
[PDF-Download]

Zeitschriften

Grid Investment and Support Schemes for Renewable Electricity Generation

Johannes Wagner; 2019
In: The Energy Journal, Vol. 40 (2), pp. 195-220.
[Link]

CO2-Vermeidungsziele für den deutschen Stromsektor im europäischen Kontext

Joachim Bertsch, Dietmar Lindenberger, Martin Paschmann, Johannes Wagner; 2016
In: VIK Mitteilungen, Vol. 1|2016, pp. 23-26.

The Reference Forecast of the German Energy Transition – An Outlook on Electricity Markets

Andreas Knaut, Christian Tode, Dietmar Lindenberger, Raimund Malischek, Simon Paulus, Johannes Wagner; 2016
In: Energy Policy, Vol. 92, pp. 477-491.
[Link]

Auswirkungen von deutschen CO2-Vermeidungszielen im europäischen Strommarkt

Joachim Bertsch, Dietmar Lindenberger, Martin Paschmann, Johannes Wagner; 2015
In: et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Vol. 65 (9), pp. 33-36.
[Link]

Effekte nationaler Emissionsminderungsziele im europäischen Strommarkt – Eine modellbasierte Analyse für Deutschland

Joachim Bertsch, Dietmar Lindenberger, Martin Paschmann, Johannes Wagner; 2015
In: Zeitschrift für Energiewirtschaft, Vol. 39 (3), pp. 163-170.
[Link]

Dissertation

Essays on Renewable Energy in Liberalized Electricity Markets

Johannes Wagner; 2018
[Link]

Sonstige Publikationen

Das Klimaschutzprogramm 2030 und seine Auswirkungen

Dr. Johannes Wagner, Philipp Theile, Lena Pickert, Tobias Sprenger; 2019
[PDF-Download]

Beratungsprojekte

Multi-Client Studie zu Nachfrageflexibilität
Potentiale von Erdgas als CO2-Vermeidungsoption im Bereich Heizwärme und Trinkwassererwärmung
Der Einfluss einer Gebotszonentrennung im deutschen Stromversorgungssystem
Kosten der Energiewende
Development of German Power Consumption until 2020

Forschungsprojekte