Team

Samir Jeddi, M.Sc.

Samir Jeddi

ist seit 2017 Research Associate und Doktorand am EWI. In Beratungsprojekten für Auftraggeber aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor untersuchte er beispielsweise die Auswirkungen eines nationalen und sektorenübergreifenden CO2-Preises auf die Energieversorgungskosten von Endkonsumenten. Er beriet u. a. einen großen deutschen Energieversorger. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Modellierung von kurz- und mittelfristigen Elektrizitätsmärkten. Zuvor studierte Samir Jeddi Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden und dem ISCTE Lissabon (Portugal) sowie Wirtschaftschemie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

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Lebenslauf

Studien

Auftraggeber: WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.

Stromkosten der NE-Metallindustrie – Eine Sensitivitätsanalyse

Im Auftrag der WirtschaftsVereinigung Metalle e.V. analysierte das EWI die Auswirkungen einer Strompreissteigerung auf die Bruttowertschöpfung exemplarischer Unternehmen der NE-Metallindustrie. Die Strombezugspreise der Betriebe der Nicht-Eisen-Metallindustrie schwankten im Jahr 2017 zwischen 3,6 ct/kWh für eine Aluminiumelektrolyse und 14,0 ct/kWh für ein kleines Kupferwalzwerk. Die großen Unterschiede sind vor allem auf die abweichenden Entlastungsregelungen zurückzuführen. Im Vergleich zu anderen Branchen des verarbeitenden Gewerbes ist die Stromkostenintensität in der Metallindustrie mit durchschnittlich 14,5 % am höchsten, eine Strompreiserhöhung hat daher vergleichsweise starke Auswirkungen. Eine Erhöhung der Strombezugspreise um 1,0 ct/kWh würde die Bruttowertschöpfung der Metallindustrie um 439 Mio. Euro (2,3 %) senken, besonders stark betroffen wären Prozesse mit hoher Stromkostenintensität wie die Aluminiumelektrolyse.

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kurzstudie: Flexibilitätspotenzial von Haushalten zur netzdienlichen Reduktion von Nachfragespitzen

Zukünftig könnte ein verstärkter Einsatz von Wärmepumpen und Elektroautos in den Sektoren Gebäude und Verkehr neue Anforderungen an den Netzausbau und den Netzbetrieb stellen, insbesondere in der Niederspannung. Der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen und Elektroautos hat dabei Einfluss auf die nachgefragte Strommenge sowie auf die zeitliche Struktur der Stromnachfrage. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Flexibilitätspotenziale in Haushalten zukünftig kostengünstig genutzt werden könnten.

Im Rahmen dieser Studie wird das netzdienliche Flexibilitätspotenzial unterschiedlicher Haushaltstypen analysiert. Im Fokus stehen dabei die Kosten der Flexibilität in solchen Zeitfenstern, die für Niederspannungsnetze potenziell kritisch sind. Die Untersuchung erfolgt mit Hilfe des ewi ER&S Modells zur Analyse des Konsumentenverhaltens (COMODO) und analysiert die Flexibilitätspotenziale für das Jahr 2030.

Zeitschriften

Geschäftsmodelle zur Einbindung dezentraler Anlagen auf Haushaltsebene in Virtuelle Kraftwerke

Georg Holtz, Samir Jeddi, Johannes Fleer, Sascha Birk, Max Schönfisch, Dietmar Lindenberger, Thorsten Schneiders; 2019
In: et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Vol. 69 (3), pp. 33 - 36.
[PDF-Download]

A Model Based Market Power Analysis of the German Market for Frequency Containment Reserve

Samir Jeddi, Michael Zipf; 2018
In: 15th International Conference on the European Energy Market (EEM), pp. 1-6.
[Link]

Beratungsprojekte

Rahmenvertrag für energiewirtschaftliche Beratungsleistungen
Stromkosten der NE-Metallindustrie
Auswirkungen einer CO2-Bepreisung auf Endverbraucher

Forschungsprojekte

Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle bei dezentraler Energieversorgung – (Regionale) Virtuelle Kraftwerke
Neue EnergieNetzStruktURen für die Energiewende (ENSURE)
Realisierung von Beschleunigungsstrategien der anwendungsorientierten Mathematik und Informatik für optimierende Energiesystemmodelle (BEAM-ME)