EWI – eine Wissensfabrik

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) ist gemeinnützig und versteht sich als Wissensfabrik mit dem Ziel, neues Wissen über zunehmend komplexe Energiemärkte zu schaffen, zu verbreiten und nutzbar zu machen. Die Energiewelt erfährt zurzeit einen dramatischen Wandel mit sich ändernden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie neuen Technologien und Innovationen. Diese Veränderungen werfen komplexe Fragen auf, für die das EWI Antworten sucht: durch praxisnahe, energieökonomisch fundierte und agenda-neutrale Forschung.

Neueste volkswirtschaftliche Methoden

Um einen größtmöglichen Erkenntnisgewinn für die Wissenschaft, die energiepolitische und die energiewirtschaftliche Praxis zu schaffen, wendet das EWI neueste volkswirtschaftliche Methoden an. Neben ökonomisch-theoretischen Analysen liegt ein Fokus auf der Verwendung und Weiterentwicklung quantitativer Methoden. Dazu zählen insbesondere detaillierte, computergestützte Modelle der europäischen Strom- und Gaswirtschaft, aber auch weltweiter Energiemärkte wie Kohle und Öl. Das EWI erstellt energieökonomische Analysen mit großer Praxisrelevanz. Zu den Auftraggebern des EWI gehören sowohl öffentliche Institutionen wie etwa die Bundesregierung, die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, europäische Behörden als auch privatwirtschaftliche Unternehmen, wie etwa große Energieversorger ebenso wie Stadtwerke und Verbände.

Forschungs- und Beratungsprojekte

Annette Becker, Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge und Prof. Dr. Wolfgang Ketter bilden die Institutsleitung und führen ein Team von mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das EWI verfügt über ein jährliches Budget von 2 bis 2,5 Millionen Euro. Davon werden jeweils rund ein Drittel durch eine institutionelle Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen, durch öffentlich geförderte Forschungsprojekte sowie durch Beratungsprojekte für unterschiedliche Auftraggeber der öffentlichen Hand und der Industrie bestritten. Insgesamt werden weniger als 10 Prozent des Budgets durch projektgebundene Zuwendungen der Fördergesellschaft des EWI gedeckt.

Forschungseinrichtung der Kölner Universitätsstiftung

Das Energiewirtschaftliche Institut ist eine Forschungseinrichtung der Kölner Universitätsstiftung und damit eine 100-prozentige Tochter der Stiftung. Zur Stiftung gehört neben dem EWI das (geplante) Innovations- und Gründungszentrum der Universität zu Köln, zu dem unter anderem ein Testcenter für Firmen und deren digitale Geschäftsmodelle sowie ein Inkubator für Ausgründungen gehören sollen. Beide Institutionen, EWI und das Innovations- und Gründungszentrum, sind Transfereinrichtungen, die Ideen aus der Universität in Wirtschaft und Gesellschaft bringen.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat des Energiewirtschaftlichen Instituts besteht aus bis zu neun Mitgliedern, die in Drittelparität durch die Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln e. V., der Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Universität zu Köln entsandt werden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

  • Heike Heim (Vorsitzende der Geschäftsführung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH), Vorsitzende des Aufsichtsrats
  • Michael Geßner (Abteilungsleiter Energiewirtschaft, Kerntechnik und Bergbau im MWIDE NRW), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Dr. Dietrich Gottwald (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kölner Universitätsstiftung), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Volker Beckers (Chairman and non-Executive Director bei verschiedenen Unternehmen/Institutionen)
  • Dr. Kirsten Bender (Abteilungsleiterin Innovation und Märkte im MWIDE NRW)
  • Dr. Ludwig Kuntz (Prorektor für Planung und Finanzen an der Universität zu Köln)
  • MinDirig Michael Theben (Abteilungsleiter Klimaschutz im MWIDE NRW)
  • Prof. Dr. Ulrich Thonemann (Dekan WiSo-Fakultät der Universität zu Köln)
  • Dr. Frank Voßloh (Geschäftsführer der Viessmann Deutschland GmbH)

Der Wissenschafliche Beirat

Der Aufsichtsrat des Instituts für Energiewirtschaft hat folgende Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats zum 16. Juni 2020 für zunächst fünf Jahre berufen:

  • Dr. Dr. h. c. Christoph M. Schmidt (Professor für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum und Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen (Vorsitzender))
  • Dr. Srinivasan Keshav (Robert-Sansom-Professor für Informatik an der Universität Cambridge (Vereinigtes Königreich))
  • Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof (Professorin für Deutsches und Ausländisches Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Direktorin des Düsseldorfer Instituts für Energierecht)
  • Dr. Andreas Löschel (Lehrstuhl für Umwelt-/Ressourcenökonomie und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum)
  • Dr. Shmuel Oren (Professor für Wirtschaftsingenieurwesen und Operations Research an der Universität Kalifornien in Berkeley (USA))
  • Dr. Karen Pittel (Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Energie, Klima und erschöpfbare natürliche Ressourcen, an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen)
  • Dr. Anke Weidlich (Professorin für Technologien der Energieverteilung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH))