SynErgie – Kopernikus-Projekt

Synchronisierte und Energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung

Förderer:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner:

Mehr als 50 Partner aus Forschung und Industrie 

Laufzeit:

November 2019 bis Oktober 2022

Das Kopernikus-Projekt SynErgie untersucht, wie die Industrie helfen kann, die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien (z.B. Wind oder Sonne) auszugleichen, indem sie ihre Nachfrage flexibel an das Stromangebot anpasst. Das heißt: Wie kann die Industrie ihren Stromverbrauch bewusst steigern oder senken, ohne dass die Qualität der Produkte darunter leidet?

Ziel des Projektes ist es, innerhalb von zehn Jahren – im Einklang mit rechtlichen und sozialen Aspekten – alle technischen und marktseitigen Voraussetzungen zu schaffen, um den Energiebedarf der deutschen Industrie mit dem volatilen Energieangebot zu synchronisieren.

Projektziele

  • Industrieprozesse und Querschnittstechnologien zu einem plan- und steuerbaren Energieeinsatz befähigen
  • Industrielle Energienachfrage mit dem zunehmend fluktuierenden Energieangebot synchronisieren
  • Identifikation und Bewertung der gesellschaftlichen Auswirkungen energieflexibler Lösungen und Rückkopplung der Erkenntnisse in die Lösungsentwicklung zur Schaffung einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz
  • Darstellung des betriebs- und volkswirtschaftlichen Nutzens von energieflexiblen Industrieprozessen in Abhängigkeit der regulatorischen Rahmenbedingungen

Das macht das EWI

  • Analyse der Vermarktung von Flexibilität in sequenziellen Märkten unter unvollständiger Information und unter Berücksichtigung von stochastischen Elementen zur Bewertung von Investitionen in Flexibilitätsoptionen und der Vermarktung von Flexibilität unter Unsicherheit
  • Beteiligung an der Identifikation und Bewertung von Vermarktungsmöglichkeiten und Produkten für Flexibilität auf lokaler Ebene, insbesondere unter Berücksichtigung von Konfliktpotenzialen zwischen den Anforderungen des Marktes und des Netzes
  • Ökonomische Analyse des Einflusses unterschiedlicher Marktdesigns auf die Investitionen in Flexibilitätsoptionen und deren räumliche Allokation, unter Berücksichtigung von Koordinationsproblemen zwischen Netzinvestitionen, Erzeugungsinvestitionen und Investitionen in weitere Flexibilitätsoptionen
  • Regional differenzierte Analyse der Wechselwirkungen zwischen Netzausbau und der optimalen Allokation von Flexibilitätsoptionen
  • Ökonomische Bewertung und Einordnung der verschiedenen Gestaltungsoptionen zukünftiger Marktdesigns
  • Mitarbeit in der Kopernikus-AG „Referenzszenarien“ zur Kopernikus-projektübergreifenden Abstimmung von Szenarien für das Energiesystem 2030 bis 2050

Ergebnisse aus Förderphase I