Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln gGmbH

Team

Arne Lilienkamp, M.Sc.

Arne Lilienkamp

ist seit 2019 Research Associate am EWI und Doktorand an der Universität zu Köln. Er forscht im Bereich der Modellierung von Energiesystemen im Kontext von Digitalisierung und Dezentralisierung. Darüber hinaus entwickelt er Methodiken und Modelle in den Feldern Data Science und Machine Learning im Hinblick auf die Energiewirtschaft. Vor seiner Zeit am EWI studierte Arne Lilienkamp Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Elektrische Energietechnik an der RWTH Aachen und Economics and Management of Power Engineering an der CTU in Prag.

 

 

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Lebenslauf

Studien

Auftraggeber: ENGIE

2030 Peak Power Demand in North-West Europe

Um die Reaktion des Stromsystems auf Kälteperioden im Jahr 2030 zu untersuchen, definieren EWI und E-CUBE drei Stromnachfrageszenarien auf der Grundlage von TSO-Szenarien und nationalen energiepolitischen Zielen für Nordwesteuropa und analysieren dann das Auftreten von Versorgungslücken unter TYNDP 2020-ähnlichen Versorgungsszenarien. Unsere Ergebnisse zeigen, dass bis 2030 das Risiko von Versorgungslücken zu Spitzenzeiten bei kalten Temperaturen zunimmt. Diese Ergebnisse werden insbesondere durch die angenommene verstärkte Rolle von Wärmepumpen getrieben. Es besteht eine beträchtliche Unsicherheit bezüglich der Leistung von Wärmepumpen und der Zusammensetzung der zukünftigen Flotte. Wir identifizieren die potenzielle Versorgungslücke als eine wichtige Koordinationsherausforderung für die europäische Energiewende. Die Studie wurde im Auftrag von ENGIE durchgeführt.

Eigene Veröffentlichung des Virtuellen Instituts Smart Energy (VISE)

VISE Policy Brief Nr. 9: Aggregation von Haushalten in (regionalen) virtuellen Kraftwerken: Regulatorische Rahmenbedingungen und Hürden

Regionale virtuelle Kraftwerke (RVKWs) sind unterhalb eines Verteilnetzknotens angesiedelt und vermarkten die Flexibilität von Haushalten, indem sie deren Erzeugungsanlagen und Verbrauchsgeräte in das Verteilnetz einbinden und steuern. Solche Erzeuger und Verbraucher können zum Beispiel PV-Anlagen mit Batterie-Heimspeichern, Wärmepumpen oder Mikro-KWK-Anlagen mit thermischen Speichern und Elektrofahrzeuge mit „intelligenten“ Ladevorrichtungen sein. Betreiber von RVKWs können diese Einheiten bündeln und auf dem Großhandelsmarkt für Strom und ggf. dem Regelleistungsmarkt vermarkten.

Regionale virtuelle Kraftwerke können prinzipiell wirtschaftlich betrieben werden. Allerdings wirkt sich der regulatorische Rahmen erheblich darauf aus, welche Geschäftsmodelle überhaupt möglich und wie profitabel diese ggf. sind.

Einschränkungen ergeben sich insbesondere aus dem Letzverbraucherstatus und der damit verbundenen, vergleichsweise hohen Belastung von Haushaltsstrom mit Umlagen, Abgaben und Steuern. Dies macht insbesondere einen am Strommarkt orientierten Speicherbetrieb unwirtschaftlich. Abhilfe würde hier nur eine vollständige Saldierung aller bei der Entnahme aus und Rückspeisung in das Netz anfallenden Umlagen, Abgaben und Steuern schaffen. Geschäftsmodelle, die auf eine reinen zeitlichen Verschiebung von Verbrauch setzen um die damit gewonnene Flexibilität zu vermarkten, sind jedoch möglich. Zusätzliche Erlösmöglichkeiten ergeben sich auch aus potenziellen Direktvermarktungstätigkeiten für Besitzer von nach dem EEG- oder KWKG- geförderten Stromerzeugungsanlagen.

Zeitschriften

Erlöspotenziale gewerblicher Elektromobilität am deutschen Strommarkt

Mihail Ketov, Kilian Geschermann, Arne Lilienkamp und Albert Moser; 2018
In: et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Ausgabe 5/2018, 26.04.2018, pp. 42.
[Link]

Beratungsprojekte

Analyse des Energieverbrauchs von Haushalten auf Basis von Unsupervised Learning
Seminare zu energiewirtschaftlichen Grundlagen
Analyse zukünftiger Elektrofahrzeugnutzung auf Basis von Appdaten

Forschungsprojekte